"Fritzchen im Traumland"
"Fritzchen im Traumland"
von Clemetine Sophie Krämer geb. Cahnmann
geboren am 07.10.1873 in Rheinbischofsheim, verstorben am 04.11.1942 im Konzentrationslager Theresienstadt.
Als sie sieben und ihr Bruder Sigwart acht waren, zogen sie mit den Eltern von Rheinbischofsheim nach Karlsruhe, wo der Vater eine Kurzwarenhandlung eröffnete.
1891 heiratete sie Max Krämer (†1939), einen reichen Bankkaufmann aus München. Das Paar blieb kinderlos.
Clementine Krämer war eine deutsch-jüdische Schriftstellerin, Pazifistin und Feministin.


Ihre aktive Schaffenszeit spannt sich von 1900 bis mindestens 1933. Sie publizierte fast 100 Kurzgeschichten in lokalen und nationalen Zeitschriften und eine Novelle, damit war ihre literarische Leistung sehr umfangreich. Ihre Werke erschienen in Sammelbänden, in großen jüdischen und deutschsprachigen Zeitschriften und in lokalen und regionalen Zeitungen.
Oft schildern ihre Werke auch das jüdische Leben im damaligen ländlichen Deutschland, wie z. B. Der Weg des jungen Hermann Kahn, Vom Großvater und der Hofbauer, Erinnerungen oder Die Rauferei.
Ihr Roman Die Rauferei wurde von Gustav Kiepenheuer, einem der renommiertesten Verlagshäuser der Weimarer Zeit, publiziert.
Eines ihrer Kinderbücher, das bis heute erhalten blieb, ist „Fritzchen im Traumland“ (Jugend-Verlag Charlottenburg 1930).
Die meisten ihrer Werke wurden von ihrem Neffen Werner Jakob Cahnmann dem Leo-Baeck-Institut in New York gestiftet und sind online einsehbar.
Man geht davon aus, dass Clementine Krämer ihre Werke über Basel in die USA zu ihrem Neffen schickte, mit der Absicht bald mit seinen Eltern nachzukommen.
Quellen:
Verein für Heimatgeschichte Rheinbischofsheim, Rheinbischofsheim im Wandel der Zeit:
Persönlichkeiten in und aus Rheinbischofsheim von Martin Sebastian
https://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=gedenkbuch_link&gid=1336



































